Lumineszenz

 

Messung

Um das Alter der Probe berechnen zu können, werden zwei Werte benötigt, zum einen die Dosisleistung , zum anderen die Äquivalenzdosis. Die Dosisleistung wird dabei wie folgt berechnet:

       

Für die Bestimmung der Äquivalenzdosis wurden in den letzten Jahren unterschiedliche Techniken entwickelt. Es lassen sich dabei zwei grundlegend verschiedene Basiskonzepte differenzieren – die additive und die regenerative Methode.

 

Die additive Methode:


Die additive Methode nutzt unterschiedliche Teilproben der ursprünglichen Probe, denen im Labor unterschiedliche Dosen appliziert werden. Im Anschluss wird das jeweilige Lumineszenzsignal gemessen. Die Intensität des gemessenen Lumineszenzsignals wird dann in einem Diagramm gegen die jeweils verabreichte Labordosis abgetragen. Die aus dem Fit erhaltene Kurve wird bis zu einer Intensität von Null extrapoliert. Der Schnittpunkt mit der x-Achse bezeichnet den Betrag der Äquivalenzdosis.

 

Die regenerative Methode:


                                                    Das SAR-Protokoll (Single Aliquot Regenerative) verwendet eine einzige Teilprobe, für die üblicherweise der Ausdruck Aliquot verwendet wird. Bei diesem Aliquot wird zunächst das natürliche Lumineszenzsignal gemessen. Im Anschluss daran werden dem Aliquot nacheinander unterschiedliche, genau bekannte Dosen appliziert und für jede verabreichte Dosis das Lumineszenz-signal bestimmt. Appliziert werden dabei Dosen, die unterhalb und oberhalb der erwarteten natürlich akkumulierten Dosis liegen. Um die Auswirkungen von Sensitivitätsänderungen berücksichtigen zu können, wird nach jedem Messzyklus ein Korrekturzyklus durchlaufen.

 

Berechnung des sensitivitätskorrigierten Signals:

   

 

Schematischer Ablauf des SAR-Protokolls:

       

 

 

 

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