Lumineszenz

 

Probennahme

Die Menge einer einzelnen Probe sollte nicht weniger als 200g betragen. Größere Probenmengen, bis zu 1kg, sind indes wünschenswert, da man nie im Voraus wissen kann, wie hoch der jeweilige Anteil an Quarz oder Feldspat ist. Um eine Unterschätzung des Alters zu vermeiden, sollte die Probe nicht dem Licht ausgesetzt werden. Das bedeutet, dass die Probe unter Bedingungen genommen werden muss, die den Einfluss des Lichts minimieren bzw. nach Möglichkeit gänzlich ausschalten. Im Anschluss sind die Proben in lichtdichten Tüten zu lagern. Die beste Zeit zur Probennahme ist eine Nacht ohne Mondlicht.

Eine weit verbreitete Lösung, um Proben am Tag zu nehmen, besteht in der Verwendung eines Zylinders aus Edelstahl, der in das zu datierende Sediment getrieben wird und dessen beide Enden mit lichtdichten Kappen verschlossen werden. Das Sediment an den Enden der Zylinder, welches dem Tageslicht ausgesetzt war, kann im Labor unter Lichtausschluss entfernt und letztlich verworfen werden. Darüber hinaus ist es von entscheidender Bedeutung darauf zu achten, dass das Material im Zylinder kompakt und nicht lose ist, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sich das belichtete Material an den Enden mit dem nicht belichteten Material im Inneren des Zylinders vermischt. Für den Fall, dass der Zylinder nicht gänzlich gefüllt ist, wird irgendeine Art von Füllmaterial (z.B. ein Lappen oder ein Papiertuch) benötigt, der das Sediment daran hindert, sich unkontrolliert zu bewegen. Ist das Sediment zu hart für die Probennahme mit Zylindern, kann auch ein Sedimentblock geborgen werden, sofern dieser bis ins Labor intakt bleibt. Hier können die äußeren, lichtbeeinflussten Schichten unter Rotlichtbedingungen entfernt werden.

 

Sollten Sie bei der Probennahme Stechzylinder verwenden, so folgen Sie bitte den unten aufgeführten Schritten von 1 - 10:

 

 

 

 

 

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